GERMAN MASTERS SERIES, presented by Tretorn, ITF-Womens Circuit
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Schiedsrichter2016


Out oder In........


.....diese Frage, die sich jeder Tennisspieler in seinem täglichen Tennisleben mehrfach stellt – und dann meist in der betonten Form: ".. der war echt aus.." bzw. ... der war dicke drin..."- , ist im Profitennis nur von professionellen Schiedsrichtern/innen abschließend, entschlossen und ohne Kompromisse zu beantworten. Auch wenn man immer wieder betonen muss, dass ein Ball allein ein Spiel nicht entscheidet – die Masse der Fehler hat man dann schon vorher gemacht -, so kann im Tennis selbst ein Spielstand von 4 Matchbällen noch "kippen" und dann ist doch wieder jeder einzelne Ball entscheidend.

So ist es eigentlich selbstverständlich, dass dort, wo es einerseits um Geld, andererseits aber auch um Ranglistenpunkte und damit Positionen in der Rangliste geht, professionelle Schiedsrichter auf dem Stuhl sitzen müssen.
 Diese Schiedsrichter/innen werden in Deutschland zu Beginn ausgebildet von der "Deutschen Tennisschiedsrichter Vereinigung". Wer sich hier bewährt, kann dann eine Internationale Ausbildung erhalten, die mit verschiedenen Stufen abschließt. Diese Stufen heißen "Badge" und beginnen mit dem sog. "White Badge" über das "Bronze Badge", "Silver Badge" bis zur höchsten Stufe, dem "Gold Badge". Ab dem "Silver Badge" ist das "Schiedsen" in der Regel Hauptberuf.
Sabine Schulz
Für Oberschiedsrichter gibt es noch eine zusätzliche Ausbildung zum "Silver" oder "Gold Badge". Für unser 25.000$-Turnier ist als Oberschiedsrichter mindestens das "Silver Badge" erforderlich, in 2010 war es Nico Naeve, in 2011, 2012, 2014, 2015 und 2016 Rolf-Dieter Madlindl (Gold Badge), 2013 Jochen Sohns.
In 2017 wird es Sabine Schulz (Silver Badge) sein, die 2015 schon das Turnier in Wiesbaden geleitet hat (siehe Foto rechts, copyright: DTSV).

Die Verteilung und der Einsatz der Schiedsrichter wird von der Deutschen Tennisschiedsrichter Vereinigung vorgenommen; die weiteren 6 Schiedsrichter/innen haben das "Bronze" bzw. "White Badge".
Wer mehr Interesse daran hat oder sich vielleicht zum Schiedsrichter ausbilden lassen will, kann sich über die Homepage "Deutsche Tennis Schiedsrichter Vereinigung" bzw. beim DTB informieren.

Die Aufgaben des/der Schiedsrichters/in sind vielfältig: Vor dem Spiel muss er sich vom ordnungsgemäßen und bespielbaren Zustand des Platzes überzeugen, Die Linien dürfen keine "Stolperfallen" sein, die Netzhöhe muss stimmen, ausreichend Bälle der richtigen Sorte sollten am Platz sein und die Technik muss funktionieren.

Technik heißt in diesem Fall: Schiedsrichtercomputer für den Spielstand, Anzeige für die Zuschauer, Stoppuhr zum Überwachen der Pausen und seit 2010 Übertragung der aktuellen Spielstände ins Internet für das sogenannte "Live-Scoring". Im Internet können also alle Spielstände - nur um Sekunden zeitversetzt - abgerufen werden.

Nicht zuletzt muss er oder sie auch noch ein Auge auf die Ballkinder haben - die Bälle müssen rechtzeitig auf der richtigen Seite sein, die Ballkinder müssen an den richtigen Stellen stehen oder knien. Insgesamt 6 Ballkinder sind gleichzeitig auf dem Platz und werden regelmäßig ausgetauscht, sodass insgesamt pro Platz 12 Ballkinder + evtl. Ersatz, also rund 14 Ballkinder erforderlich sind.
Nicht zu vergessen sind die Linienrichter, die jedoch nur in den Endspielen eingesetzt werden; es handelt sich hierbei einerseits um einen Teil der Schiedsrichter, andererseits um erfahrene Spieler des Vereins bzw. von Nachbarvereinen.



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Letzte Aktualisierung: 26. Mai 2017